Rückblick auf den 1.Wössner Bürgerstammtisch – Digital & Sozial vernetzt am 28.01.2026

Am 28. Januar 2026, fand im voll besetzten Stüberl des Café Foglwuid der erste Wössner Bürgerstammtisch unter dem Motto „Wössen – Digital & sozial vernetzt“ statt. Rund 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um gemeinsam mit den Referenten Dr. Jürgen Menge und Helmut Bachmann über die Zukunft der Kommunikation in Wössen zu diskutieren.

Digitalisierung und Smartes Dorf. Am Beispiel der Gemeinde Etteln, die kürzlich eine Auszeichnung als beste „Smart City der Welt“ erhielt, wurden Schwerpunkte für die Digitalisierung in einer Gemeinde vorgestellt. Dazu zählen neben dem Glasfaserausbau, u.a. auch digitale touristische Angebote (Tourenvorschläge, Gästekarte) und lokale Mitfahrvermittlung. (Link zu Youtube)
Aber auch Unterstützung für ältere Mitbürger durch digitale Paten, d.h. ehrenamtliche Helfer, die insbesondere Senioren beim sicheren Umgang mit Smartphones und Computern helfen und bei den zunehmend digitalisierten Behördendiensten unterstützen.

Vielfalt der Informationen bündeln. Der Abend startete mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Informationskanäle – von der klassischen Gemeindezeitung über Vereinswebseiten bis hin zu zahlreichen WhatsApp-Gruppen. Dabei wurde deutlich, dass Informationen zwar reichlich vorhanden sind, die gezielte Suche für Bürger jedoch oft mühsam ist.

Die „Dorf-App“ als digitale Dorfmitte? Neben der Überlegung, wie bereits vorhandene Informationsquellen für die Bürger optimiert werden könnten, stand im Zentrum der Diskussion das Konzept einer „Dorf-App“. Eine solche Anwendung könnte als zentraler Knotenpunkt dienen, um:

  • Nachrichten und Informationen aus und für Wössen zu bündeln, z.B. Veranstaltungsmeldungen oder Informationen der Gemeinde und von Behörden wie  Müllabfuhrtermine oder Warnhinweise
  • Nachbarschaftshilfe schnell und unkompliziert zu organisieren.
  • einen sicheren, datenschutzkonformen Raum für den „Dorfratsch“ und Vereinsmeldungen zu bieten.

Es wurden verschiedene App-Lösungen wie „MeinOrt“, „StadtLandFunk“ oder „marktplatz-digital“ vorgestellt und deren Vor- und Nachteile diskutiert.
Vorteile sahen die Zuhörer vor allem in der Bündelung der Informationen. Das könnte zum Beispiel den Vereinen und Institutionen an Arbeit sparen, da sie sie so weniger Kanäle bedienen müssen.
Nachteile sind ggf. anfallende Kosten, der notwendige Pflegeaufwand durch engagierte „Kümmerer“ und das eine weitere App notwendig ist und man sich evtl. wieder bei einem Anbieter anmelden muss.

Technologie für das Dorf: LoRaWAN Ein weiterer spannender Aspekt war das Thema Smart City/Region mittels LoRaWAN-Technologie. Diese ermöglicht es, mit minimalem Energieaufwand Sensordaten über weite Strecken zu übertragen. (Link zu einem Video – IoT – Internet der Dinge Mit LoRaWAN in die smarte Zukunft)
Mögliche Anwendungen für Wössen reichen von Pegelstandsmessungen auch von kleinen Bächen und Starkregenmessung für den Hochwasserschutz bis hin zur Überwachung von Bodenfeuchtigkeit für die Landwirtschaft oder Messungen des Grundwasserpegels.

Wie geht es weiter? Die Resonanz war durchwegs positiv. Aufgrund der vielen Wortmeldungen und der Diskussionen im Anschluss an den offiziellen Teil steht fest: Das Thema Dorf-App wird weiter verfolgt. Es sind bereits Folgegespräche geplant, sowohl mit interessierten Teilnehmern der Veranstaltung als auch mit weiteren Kooperationspartnern, um mögliche Lösungen für Wössen zu konkretisieren.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer für die konstruktiven Beiträge und Ideen!

Die Präsentation des Abends kann hier als PDF Datei heruntergeladen werden: 2026-01-28_1.Woessner-Buergerstammtisch-Digital-Sozial-vernetzt-DownloadEdition.pdf